Gruppenpsychotherapie/Gruppenpsychoanalyse

Gruppenpsychotherapie/Gruppenpsychoanalyse

Gruppenpsychotherapie verfügt bereits über eine jahrelange Tradition und Entwicklungsgeschichte, die in diversen psychotherapeutischen Schulen bis zum heutigen Tag vertreten ist. Ihre Geschichte geht auf Ende des 19ten/Anfang des 20ten Jahrhundert zurück. Die ersten gruppentherapeutischen Angebote waren sehr direktiv und suggestiv und hatten oft zum Ziel Psychoedukation von Teilnehmer:innen. Weitere Entwicklung der Gruppentherapie beinhaltete Analyse des Einzelnen IN der Gruppe, Einbezug von kulturtheoretischem Hintergrund, Analyse des Einzelnen DURCH die Gruppe,… .

Das gruppenpsychoanalytische Setting basiert auf einer Vielzahl an Grundkonzepten u.a. aus der Psychoanalyse (Freud, Bion,…), Soziologie, Sozialpsychologie, Feldtheorie (Lewin) uvm.. In der psychoanalytischen Gruppe können Beziehungs- sowie Verhaltensmuster der Teilnehmer:innen gut sichtbar werden. Dies bietet eine Chance diese zu thematisieren und neue Wege auszuprobieren. Demnach ist die Gruppe ein experimenteller Ort. „Die Aufmerksamkeit gilt in der erster Linie dem >Wie<, den Mitteln und Methoden, die die Akteure verwenden, wenn sie miteinander zu tun haben und dabei ihre Beziehung gestalten und regulieren.“ (Mattke et al. ) Dem zugrunde liegt die anthropologische Annahme, dass der Mensch ein soziales Wesen ist und ohne andere Mitmenschen nicht überlebensfähig wäre.

 

Mattke Dankwart, Streeck Ulrich, König Oliver (2015): Praxis stationärer und teilstationärer Gruppen. Stuttgart: Klett-Cotta.

Köhncke Dietlind, Mies Thomas (2011): Der Matrixbegriff und die intersubjektive Wende – Der gruppenanalytische Blick auf das Unbewusste. In: Gruppenpsychotherapie. Gruppendynamik (2012): Ausgabe 48. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. 26-52.

Quellen: Informationen über die Methode auf der Homepage von ÖAGG/GPA: https://gruppenpsychoanalyse.oeagg.at/methode/